Zeitarbeit – Grundlagen und Regelungen

Was ist Zeitarbeit?
Sie ist eine Form der Beschäftigung, bei der eine Arbeitskraft bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt ist und von dieser in ein anderes Unternehmen ausgesendet wird. Diese Überlassungen sind zeitlich befristet. Aus diesem Grund wird auch von „Arbeitnehmerüberlassung“ gesprochen. Als Zeitarbeiter führen Sie primär einfachere Tätigkeiten aus, die schnell erlernt sind. Als übliche Branchen gelten die Metall- und Elektroindustrie, die Logistikbranche und Security-Unternehmen. Als Leiharbeiter verfügen Sie über die gleichen Rechte, die eine reguläre Arbeitskraft auch besitzt. Dies beinhaltet unter anderem Regelungen des Urlaubsanspruchs oder Vorgehensweisen im Krankheitsfall.

Welche Vorteile existieren für beide Seiten?

In der heutigen Zeit müssen Unternehmen flexibel auf schwankende personelle Umstände reagieren können. Dabei geht es beispielsweise um konjunkturelle Schwankungen oder längere Krankheitsfälle in der Belegschaft. Ein Unternehmen kann somit flexibel auf jegliche Faktoren reagieren, die eine spürbare Auswirkung auf den Personalbedarf ausüben. Obendrein ist der Kostenaspekt nicht außer Acht zu lassen. Externes Personalmanagement, also die aktive Suche nach geeigneten Arbeitskräften, ist sehr zeitintensiv und verursacht einige zusätzliche Kosten. Das Zeitarbeitsunternehmen übernimmt diese Suche, weshalb sich der Betrieb auf seine eigentlichen Kernkompetenzen spezialisieren kann. Selbstverständlich erhält die Zeitarbeitsfirma eine Vergütung für die Überlassung einer Arbeitskraft, finanziell ist es jedoch definitiv lohnenswert. Ein weiterer Punkt liegt in der generellen Transparenz. Das Unternehmen kann seine Kosten besser planen, da nur tatsächlich geleistete Arbeit vergütet werden muss. Ferner kann es, bei Zufriedenheit mit der Arbeitskraft, diese übernehmen und einen unbefristeten Arbeitsvertrag ausstellen. Doch auch für den Arbeitnehmer gibt es diverse Aspekte, die das Modell attraktiv machen. Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie nach sehr langer Zeit ohne Beschäftigung wieder in den Arbeitsalltag zurückkehren. Dies kann sehr anstrengend sein. Als Zeitarbeiter gehen Sie wieder einer regulären Tätigkeit nach, die allen Seiten einen Mehrwert generiert, aber nicht zu schwer ist. Somit ist es eine ideale Möglichkeit für die Wiedereingliederung. Ferner kann sie grundsätzlich dabei Helfen, den Einstieg in einen Beruf oder eine gewisse Branche zu erreichen. Obendrein besteht selbstverständlich die Chance auf Übernahme. Wer sich gut anstellt und zur größten Zufriedenheit des Unternehmens agiert, hat eine realistische Chance, von diesem unbefristet übernommen zu werden. Vergleichen können Sie dieses Modell mit der regulären Probezeit in einem Betrieb.

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Für wen kommt eine Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma in Frage?

Pauschal lässt sich sagen, dass sie dann in Frage kommt, wenn Sie zur Zeit ohne Arbeit sind, aber wieder einer geregelten Tätigkeit nachgehen möchten. Ferner kann die Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma Menschen helfen, die über keine allzu umfassenden Qualifikationen verfügen oder wenn der berufliche Wiedereinstieg gelingen soll. Besonders eine Gruppe kann von einer Anstellung bei einem Zeitarbeitsunternehmen profitieren: Migranten!
Diese genossen in ihren Heimatländern häufig eine umfassende Ausbildung mit gutem Abschluss. Jedoch wird dieser von vielen Unternehmen nicht angenommen, da eine allgemeine Grundskepsis über die Zuverlässigkeit solcher Ausbildungen bestehen mag. Wenn Sie als Migrant eine Beschäftigung bei einer Zeitarbeitsfirma aufnehmen, können Sie ein Unternehmen von Ihren Kompetenzen selbst überzeugen.

Generelle Modalitäten der Zeitarbeit

Häufig treten grundsätzliche Fragen auf, die Modalitäten der Vergütung, Arbeitsdauer und weitere Unklarheiten betreffen. Im Folgenden werden die wichtigsten Fragen beantwortet. Eine häufige Unklarheit ist, wer den Lohn der Arbeitskraft bezahlt. Dies ist sehr einfach erklärt: die Zeitarbeitsfirma. Bei dieser ist die Arbeitskraft angestellt und daher erhält sie auch von ihr die finanzielle Vergütung. Des Weiteren tritt häufig die Frage auf, wie mit Überstunden umgegangen wird. In der Regel werden diese nicht ausgezahlt. Der Arbeitnehmer hat aber die Möglichkeit auf einen Freizeitausgleich. Detaillierte Bedingungen sind grundsätzlich im Arbeitsvertrag festzuhalten. Ferner ist es für Arbeitskräfte interessant zu wissen, ob sie jede vorgeschlagene Stelle annehmen müssen. Das ist zu verneinen. Im Allgemeinen sind nur Stellen anzunehmen, welche der jeweiligen Qualifikation entsprechen und der Arbeitskraft zugemutet werden können. Auch tritt häufig die Frage auf, wie lange ein Einsatz bei einem Unternehmen dauert. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt vom ganz individuellen Vertrag ab. Ferner ist es interessant zu wissen, wie es mit dem rechtlichen Anspruch auf Weiterbildungen aussieht. Aber auch diese Frage lässt sich einfach beantworten:
Es gibt keinen. Dieser Anspruch existiert generell nicht im deutschen Arbeitsrecht.

Tarifliche Regularien und Sorgfaltspflicht für den Arbeitnehmer

Die Zeitarbeitsregularien werden in Deutschland durch zwei Tarifverträge geklärt. Diese sind die Verträge des BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister) und des iGZ (Interessensverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen). Generell kann festgehalten werden, dass die Vergütung nach Tarif erfolgt. Wenn Sie tiefgehende Informationen benötigen, lesen Sie sich die Verträge am besten in Ruhe durch. Weiterhin ist zu bemerken, dass nach 9 Monaten generell ein Anspruch auf den gleichen Lohn besteht, den eine „reguläre“ Arbeitskraft unter den gleichen Bedingungen erhält. Wenn Sie bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt sind, ist es die Aufgabe dieser, Ihnen bei Fragen und Problemen beiseite zu stehen.

Das Zeitarbeitsmodell bringt einige Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wenn Sie wieder in den Arbeitsalltag einsteigen möchten oder Ihnen generell der Einstieg schwer fällt, können Sie HAKO Service als Sprungbrett nutzen.

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